[URBAN_RECALL] – Intermediale Sound/Video-Performance

Titelbild_Navid_Razavi_Web

 

[URBAN_RECALL] ist ein modulares,  transmediales und interdisziplinäres Projekt, das sich mit Fragen und Strategien der Erinnerung von (teilweise-kollektiven) Erfahrungen durch, in und über urbane Lebensräume  auseinandersetzt.

Es ist als offen-zugängliches, kollaboratives Projekt, das durch serielle Performances, Publikationen und Ausstellungen konzipiert ist.

Basierend auf Strategien des „Expanded Cinema” baut unsere Methodik auf drei wesentlichen Schritten auf:

RESEARCH > REVIEW > RECALL

Die  Prozesse, die diesen drei Schritten  jeweils innewohnen, sind:

INFORMATION > FORMATION > TRANSFORMATION

Information (in-formation), welche sich  durch ein spezifisches Arrangement  von Fakten oder einer Sequenz von  Dingen darstellt bzw. ausdrückt. Dinge,  die bereits existent sind und sich phänomenologisch  auf  die Vergangenheit beziehen.

Formation (form-ation), welche sich topologisch auf die Gruppe des interaktiven Verhaltens von Informationen zueinander bezieht. Präsenz.

Transformation (transform-ation): Ein  Prozess, bei dem sich ein Inhalt, ein  Ausdruck oder eine Funktion in etwas  Neues konvertiert. Das veränderte Resultat erscheint, beeinflusst und konzeptualisiert die Zukunft.

In der RESEARCH-Phase werden Informationen von urbanen Lebensräumen sowohl dokumentarisch, multimedial,  u.a.  durch  Video-  und Soundaufnahmen, Text  (Gedichte, Protokolle und „Stream-of-Consciousness”) als auch über forensische Metadaten (Belichtungs-, Farb-  und Lautstärkenwerte; 3D-Scans; etc.)  aufgezeichnet und gesammelt.

In der REVIEW-Phase werden diese Aufzeichnungen und Dokumente gemeinsam (in  der Gruppe  der  partizipierenden Künstler*innen) oder individuell revidiert, wodurch Strategien einer  expandierten Form der Erinnerung dieser durch andere Medien (teilweise  individuell) entwickelt und ausgedrückt  werden.

In  der RECALL-Phase werden die  daraus resultierenden Ergebnisse kollaborativ von der jeweiligen Künstler*innengruppe performt  / publiziert / ausgestellt.


Premiere: Freitag 02.11.2018 | 20.00 Uhr

Ausstellung geöffnet Samstag/Sonntag 03.-04.11.2018 | 15.00-22.00 Uhr

Kirche Johannes XXIII. | freier Eintritt